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Erdgas ist ein brennbares und ungiftiges Naturgas, das unterirdisch vorkommt. Es unterscheidet sich zwar örtlich in seiner Zusammensetzung, der Hauptbestandteil ist aber immer Methan. Die Entstehung von Erdgas ähnelt der von Erdöl: Es bildet sich in Millionen von Jahren unter Luftabschluss bei erhöhter Temperatur und unter hohem Druck.
Bestimmte Regionen der Erde sind hinsichtlich der Vorkommen von Erdgas im Vorteil. Dazu gehören Russland, der Nahe Osten, der arabische Golf, Nordamerika mit den USA, und in Westeuropa vor allem Norwegen sowie die Niederlande und Großbritannien.
Deutschland ist weitgehend von Importen abhängig, nur 15 Prozent des jährlichen Bedarfs werden aus heimischen Quellen gedeckt. Eine ausgewogene Bezugsstruktur und langfristige Lieferverträge sorgen aber dafür, dass die Versorgung mit Erdgas auch in Zukunft gesichert ist.
Erdgas schont die Umwelt
Erdgas ist ein gasförmiger Brennstoff, muss also nicht erst für die Verbrennung in gasförmigen Zustand umgewandelt werden wie andere fossile Brennstoffe. Dies bedeutet eine fast vollständige Verbrennung. Außerdem hat Erdgas den geringsten Anteil an Kohlenstoff. Dadurch entstehen bei der Verbrennung von Erdgas etwa 40 bis 50 Prozent weniger Kohlendioxid als bei der Verbrennung von Kohle und etwa 25 Prozent weniger als bei der Verbrennung von Heizöl. Insofern ist Umweltverträglichkeit ein besonderes Merkmal des Energieträgers Erdgas. Sein Einsatz trägt dazu bei, den klimaschädlichen Treibhauseffekt zu bekämpfen.
Wir können aus Kuhmist kein Gold machen - aber aus Pflanzen Energie
BioErdgas ist ein wahres Kraftpaket aus der Natur:
Wenn in der Biogasanlage BioErdgas aus Bioabfällen (Kuhmist, organische Reststoffe etc.) oder Energiepflanzen entsteht, wird umweltschonend natürliche Energie gewonnen.
In der Natur entsteht BioErdgas beispielsweise in Sümpfen und Mooren, wenn Biomasse unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff vergärt. Biogasanlagen machen sich diesen Prozess zu Nutze, um umweltfreundliches BioErdgas zu erzeugen. Sobald das entstandene BioErdgas in puncto Qualität und Methangehalt an herkömmliches Erdgas angeglichen ist, kann es direkt in das bestehende Erdgasnetz eingespeist oder als Kraftstoff für erdgasbetriebene Autos genutzt werden.
BioErdgas lässt sich einfach speichern und flexibel nutzen - ein großer Vorteil gegenüber anderen alternativen Energieträgern wie Solartechnologie oder Windkraft, die naturbedingt nicht jederzeit zur Verfügung stehen.
Doch BioErdgas ist nicht nur ein besonders zuverlässiger Energieträger, es stammt auch aus heimischen Anlagen und sichert Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Handwerk und Maschinenbau. So ist BioErdgas eine besonders zukunftssichere und effiziente Form der natürlichen Energieversorgung.
Heizen und Warmwassererzeugung mit Erdgas
85 Prozent des Energiebedarfs in deutschen Haushalten werden für das Bereitstellen von Wärme und Warmwasser benötigt. Wer sich für einen Heizkessel mit Erdgas entscheidet, trifft eine besonders kluge Wahl. Denn: Moderne Geräte, insbesondere solche mit Brennwerttechnik, gehen besonders sparsam mit der eingesetzten Energie um - in Zeiten allgemein steigender Energiepreise ein entscheidendes Argument. Erdgas lässt sich auch als Brennstoff für Kaminöfen einsetzen. Es entwickelt keinen Geruch, arbeitet leise, zuverlässig und umweltgerecht. In der Übergangszeit, wenn die Zentralheizung ausgeschaltet ist, spendet der Kaminofen eine angenehme Wärme.
Die Palette der Erdgas-Geräte für die Warmwassererzeugung ist breit gefächert. Viele Geräte sind so klein, dass sie problemlos in Nischen oder unter Dachschrägen passen. Bei Bedarf kann man die Warmwasserbereitung mit der Wärmeerzeugung kombinieren.
Erdgas im Haushalt
Wer einmal mit Erdgas gekocht hat, möchte die Vorteile dieser Energie nicht mehr missen: Keine Anwärmzeit, keine Restwärme – und die Hitze kann stufenlos und verzögerungsfrei dosiert werden. Kein Wunder, dass die meisten Profiköche am liebsten mit Erdgas arbeiten.
Mit einer Gassteckdose ist man außerdem flexibel. So lässt sich beispielsweise der Herd in der Küche als Kochinsel frei aufstellen. Auch beim Wäschetrocknen fährt man gut mit Erdgas: Weil die Luft nicht über den "Umweg" Strom aufgeheizt wird, sondern mit der Primärenergie Erdgas, ist der Erdgastrockner besonders sparsam und umweltschonend.
Über eine Erdgassteckdose lässt sich Erdgas sogar im eigenen Garten bequem und einfach einsetzen: Ein daran angeschlossener Erdgasgrill ist eine elegante und anwendungsfreundliche Alternative zum herkömmlichen Holzkohlengrill. Und wenn’s kühl wird, kann man mit einem erdgasbetriebenen Terrassenstrahler trotzdem gemütlich draußen sitzen.
Mobil mit Erdgas
Steigende Spritpreise und die Diskussion um die zunehmende Feinstaubbelastung vor allem in Städten machen Erdgasautos zu einer echten automobilen Alternative. Neuere Modelle unterscheiden sich in puncto Fahrkomfort und Leistung nicht von herkömmlichen Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Die Technik ist ausgereift und viele Hersteller bieten heute serienmäßige Erdgasautos an. Die etwas höheren Anschaffungskosten für diese Fahrzeuge amortisieren sich schnell, weil jeder Stopp an der Zapfsäule erheblich preiswerter ist: um mehr als die Hälfte gegenüber einem Fahrzeug mit Benzinmotor; das Einsparpote
